Notfall (PEP)


Was ist eine PEP?

Die PEP (=Post-Expositions-Prophylaxe)  ist eine Notfallpropyhlaxe – das heisst, eine vorbeugende, vierwöchige medikamentöse Behandlung mit hochwirksamen Substanzen, die eine HIV-Übertragung nach einem hohen Risiko noch verhindern kann. 

Je früher nach einer Risikosituation mit der Behandlung begonnen wird, desto grösser ist die Erfolgschance.

Vorgehen

Nach einer Situation mit eindeutig hohem HIV-Übertragungsrisiko sollten Sie sich möglichst schnell, sicher aber innerhalb von 48 Stunden über die Möglichkeit einer PEP informieren. 

 


Wo erhalten Sie eine PEP-Beratung?

Lassen Sie sich bei uns montags bis donnerstags zu einer möglichen Risikosituation beraten, um einzuschätzen, ob eine PEP sinnvoll ist. Bei Bedarf verweisen wir Sie weiter.

Sie erreichen uns unter der Nummer: 041 410 69 60. Ausserhalb unserer Öffnungszeiten können Sie eine Nachricht auf unserem Telefonbeantworter hinterlassen und wir rufen Sie schnellst möglich zurück. 

Freitags bis sonntags ist unsere Fachstelle geschlossen. Wenden Sie sich dann direkt an eine PEP-Beratungsstelle.

PEP-Beratungsstellen

Kontaktieren Sie direkt das Sekretariat der Abteilung Infektiologie des Luzerner Kantonalspitals >> unter der Nummer: 041 205 22 33. Alternativ können Sie auch die Zentrale des Luzerner Kantonsspitals anrufen (041 205 11 11) oder sich persönlich beim Empfang melden. Dort werden Sie mit dem Dienstarzt Medizin oder dem Sekretariat Infektiologie verbunden.

Sie können sich auch an Ihren Hausarzt oder einen Infektiologen wenden. In Luzern wären dies beispielsweise Ärzte der Maihofpraxis >>

Unter diesem Link >> finden Sie weitere Adressen für PEP-Beratungsstellen.


Wann ist eine PEP sinnvoll?

Eine PEP wird vor allem nach ungeschützten Sexualkontakten mit eindeutig hohem Risiko empfohlen:

Sex mit einer HIV-positiven Person

  • Ungeschützter vaginaler oder analer Geschlechtsverkehr (Eindringen in Scheide oder Darm) oder Kondompanne mit einer HIV-infizierten Person
  • Oraler Sex (Befriedigung mit dem Mund), wenn Sperma oder Menstruationsblut einer HIV-infizierten Person in den Mund gelangt

 

Sex zwischen Männern

Ungeschützter Analverkehr oder Oralverkehr mit Sperma im Mund zwischen Männern, insbesondere bei anonymen Kontakten (Saunas, Raststätten, etc.) oder in der Partyszene.

Person aus Hochrisikoland

Eine PEP kann auch sinnvoll sein, wenn nicht bekannt ist, ob die Kontaktperson HIV-positiv ist, sie aber aus einem Land kommt, in dem HIV überdurchschnittlich stark verbreitet ist (insbesondere afrikanische Länder südlich der Sahara, einige osteuropäische und südostasiatische Länder).

Das Übertragungsrisiko sollte im persönlichen Gespräch abgeklärt werden.