Neue Empfehlungen beim HIV-Test: 6 Wochen

In den letzten Jahren hat sich die analytische und diagnostische Empfindlichkeit von HIV-Tests in der Frühphase einer HIV-Infektion immer mehr verbessert. Viele europäische Länder haben sich im Zuge dessen für eine Verkürzung des diagnostischen Fensters für den Nachweis einer HIV-Infektion ausgesprochen.

Beim diagnostischen Fenster handelt es sich um die Wartezeit zwischen einer Risikosituation wie z.B. ungeschützter Geschlechtsverkehr (vaginal/anal) und dem frühestmöglichen Zeitpunkt, an dem eine HIV-Infektion sicher ausgeschlossen werden kann.

Seit Anfang Oktober 2018 hat nun auch die eidgenössische Kommission für sexuelle Gesundheit (EKSG) eine neue Empfehlung zum diagnostischen Fenster beim HIV-Schnelltest sowie beim HIV-Labortest heraus gegeben. Um eine HIV-Infektion auszuschliessen, gilt nun ein diagnostisches Fenster von 6 Wochen bei einem Test der 4. Generation und nicht mehr, wie bisher, von 12 Wochen.

Dies gilt jedoch nicht für den HIV-Test zur Eigenanwendung (Selbsttest), der seit neuestem in der Apotheke erhältlich ist. Dabei handelt es sich um einen Test der 3. Generation, mit einem diagnostischen Fenster von nach wie vor 12 Wochen.

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